Presse
SPD setzt auf Bildung und Wirtschaft
Donnerstag, 20. August 2009, 15:00 Uhr
von: GN-REDAKTION
Nettetal. Die Nettetaler Sozialdemokraten sind sich einig. Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwochabend wurde das Wahlprogramm „Anpacken. Für unsere Stadt” nach kurzer Diskussion mit ein paar kleinen Änderungen einstimmig beschlossen.
Im Vortrag des Bürgermeisterkandidaten Christian Schürmann wurden folgende Schwerpunkte festgelegt: Verstärkte Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Nettetaler Schulabgänger, Erziehungshilfen für vor allem junge Familien, bedarfsgerechte Ausweitung von Kindergartenplätzen ohne Elternbeiträge, ortsnahe Ganztagsgrundschulen und bedarfsgerechter Ausbau des Gesamtschulangebotes, Einrichtung eines Seniorenbeirates der Stadt, altersgerechte Wohnungen und Förderung des generationsübergreifenden Wohnens, Unterstützung des öffentlichen Personennahverkehrs, Erhalt des Hertie-Standortes für ein zentrales Kaufhaus in Lobberich, Erhalt des Nettetaler Krankenhauses, Förderung erneuerbarer Energien durch die Stadtwerke Nettetal, Ausstattung der Gebäude in öffentlicher Hand mit Solaranlagen, deutliche Zuschusserhöhung für Vereine, Entwicklung eines eigenen Konzeptes für einen gelenkten, sanften Tourismus und die Verschönerung des Stadtbildes.
In ihrem kommunalpolitischen Leitfaden sind die Punkte detailliert ausgearbeitet. Gast der Mitgliederversammlung war der Landratskandidat Bernd Bedronka, der deutliche Worte zur örtlichen Politik sprach: „Wenn Paragraphen nur zur Abwiegelung von Bürgervorhaben zitiert werden, dann seid vorsichtig. Was wir in Nettetal brauchen, ist frischer Wind und Querdenker.”
Schürmann befand „die politisch Verantwortlichen haben Nettetal in einen Dornrös- chenschlaf versetzt” und forderte außerdem eine bessere Erreichbarkeit der Verwaltung. Kurzfristig konnte auch die Landtagsabgeordnete Monika Ruff-Händelkes den Besuch der Mitgliederversammlung einrichten. Sie regte zum Thema Ausbildungsförderung an, dass ausländische Firmen bzw. Inhaber von kleineren Geschäften besser informiert werden müssen, da dort noch großes Ausbildungspotential herrsche.
Ein Mitglied machte den Vorschlag, selbstverwaltete Werkstätten und Freiräume für Jugendliche in leer stehenden Räumen zu schaffen und Eigeninitiativen der Jugendlichen zu unterstützen.
Bürgermeisterkandidat Schürmann meinte dazu abschließend: „Die einzige Chance für ausreichend Ausbildungsplätze ist, mehr Firmen nach Nettetal zu holen. Unternehmer schauen sich genau an, wo sie investieren und dazu muss auch das gesamte soziale Umfeld stimmen.”
Verkreist
RP 15. August 2009
Grenzland-Kurier B6 -Dures Kückemanns
Gestern hat er angerufen Freunde, Persönlich. Die Leitung war schlecht, aber er war es. “Theodor, altes Schlachtross, du niederrheinischer Kolumnator. Ich hab’ was für dich”, sagte er. Es folgte dieses abgehackte Lachen, das jeder Feldwaldundwiesenkabarettist bis 2005 konnte.
Wem gehört Nettetal?
Diese Frage müsse man sich nach Beginn des Wahlkampfes ernsthaft stellen, so das SPD-Vorstandsmitglied Arno Melchert. Das werben für seine politischen Inhalte und Personen in Wahlkampfzeiten mit Plakaten ist ein völlig normaler Prozess und gehört zur Demokratie. Nur gibt es von Seiten der Stadtverwaltung ganz klare Vorschriften für das plakatieren!
Da verwundert es einen schon, dass offensichtlich nicht für alle die gleichen Regeln gelten. An Kreuzungen, Einmündungen und Verkehrsschildern wird munter plakatiert, obwohl dies nicht erlaubt ist. Dem ganzen setzt jedoch der Landrat die Krone auf, trotz ausdrücklichem Verbot innerhalb eines Kreisverkehrs zu plakatieren, sieht man den Landrat überdimensional im Lobbericher Kreisverkehr. Da meint wohl jemand geltendes Recht gilt für mich nicht, oder wie ist dies zu verstehen? Bürgermeisterkandidat Schürmann ergänzt: „auch wenn man die Kirche im Dorf lassen müsse und es wichtigeres gibt, gibt es Grenzen die einfach nicht überschritten werden dürfen“. Hinzu kommt, dass ausgerechnet in Wahlkampfzeiten, die Straßenlaternen in Kaldenkirchen gestrichen werden und unzählige Plakate der SPD und ihres Spitzenkandidaten erst auf der Straße und den Vorgärten liegen um anschließend demoliert im Müll zu landen. Schon ein sehr seltsamer Prozess der da vonstatten geht, so Melchert!
SPD will frischen Wind nach Nettetal bringen
Nettetal (RP) Frischen Wind beschworen Christian Schürmann und Bernd Bedronka zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs der SPD in Nettetal herauf. Bürgermeisterkandidat Schürmann und Landratbewerber Bedronka setzten alles dran, den 25 SPD-Mitgliedern einen Hauch der Veränderung spürbar werden zu lassen, die sie sich wünschen. “Wir sind sehr gut aufgestellt und wollen Nettetal fit für die Zukunft machen”, so Schürmann (29). Er kündigte an: “Wir gehen voller Energie in den Wahlkampf.”
Vieles ist längst gestartet
In welche Richtung dieser wehen soll, steht im Programm, das die SPD zur Kommunalwahl erstellt und an diesem Abend diskutiert und verabschiedet hat. “Vorantreiben” ist darin das wohl meistverwendetste Wort. Vor allem in Verbindung mit Projekten, die längst ihren Anfang gefunden haben. Die Stadtentwicklung solle den Folgen des demographischen Wandels und ökologischen Ansprüchen Rechnung tragen. In allen Stadtteilen müsse die Verkehrssituation verbessert werden, so Schürmann. Dies gelte insbesondere für Lobberich. Hier seien Planungen für die Entlastung der Innenstadt dringend erforderlich. Zudem müsse es auch künftig ein Kaufhaus geben.
Für Kaldenkirchen müsse das von der SPD-Fraktion erarbeitete Verkehrskonzept weiter umgesetzt werden. Auch die Vermarktung des Gewerbegebiets VeNeTe müsse vorangetrieben werden. Weitere Studentenwohnungen sein erforderlich, ebenso sollte über eine Umgestaltung des Marktplatzes nachgedacht werden. Dieser müsse attraktiver werden.
Für Breyell müsse daran gearbeitet werden, dass sich weitere Firmen in den Gewerbegebieten ansiedeln und so Arbeits- und Ausbildungsplätze für Nettetal entstehen. Hinsbeck benötige einen Saal. Generell solle für alle Stadtteile ein neues Saal-Konzept entwickelt werden. Mehr Schulwegsicherheit für die Kinder und eine Veränderung der Verkehrssituation an der Kirche seien in Schaag notwendig. In Leuth müsse “die Entlastung des Hampoel und die Schaffung eines Ortskerns” vorangetrieben werden.
Nettetal: „Zeit ist reif zum Handeln“
Christian Schürmann (29) ist Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Nettetaler Sozialdemokraten.
Breyell. 26 stimmberechtigte Mitglieder des SPD-Ortsvereins Nettetal waren am Donnerstagabend zur Versammlung in die Städtische Bücherei gekommen, um einen Bürgermeisterkandidaten zu nominieren. Diesen hatte die Parteispitze bereits vorab auserkoren: Christian Schürmann.
„Seit 20 Jahren wird nur darüber geredet.“
Der frischgebackene Sozialwissenschaftler, 29 Jahre alt, war vor seinem Studium Vorsitzender der Jusos und zwei Jahre lang Beisitzer im SPD-Vorstand. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit „Wirtschaftsförderung im Zeitalter der Globalisierung am Beispiel Nettetal“ und fühlt sich damit auf lokale wirtschaftspolitische Fragen vorbereitet.
„Mein Wahlprogramm basiert auf fünf Säulen“, so Schürmann. Dazu zählt er Bildung, Energie, Familie, Ökologie und Wirtschaft. „Damit wollen wir unser Nettetal nach vorne bringen“, sagt Schürmann, der seine Heimatstadt „Fit für die Zukunft“ machen will. Dazu gehört die Einrichtung eines eigenen Jugendamtes. Schürmann: „Seit 20 Jahren wird von den verantwortlichen Politikern nur über ein Jugendamt geredet. Die Zeit ist reif zum Handeln.“
In Sachen Bildung setzt sich die SPD für die Schaffung einer zweiten Gesamtschule ein, weil seit Jahren Schüler abgelehnt werden müssen. Zudem soll es ein flächendeckendes Netz von Ganztagsgrundschulen geben.
Der SPD-Bürgermeisterkandidat willbürgernaheWirtschaftspolitik
Im Bereich Energie soll der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden. Und beim Umweltschutz plädieren die Sozialdemokraten für einen ökologisch verträglichen Tourismus.
Das Steckenpferd des Bürgermeisterkandidaten, die Wirtschaftspolitik, soll bürgernah, kundenorientiert, wirtschaftsfreundlich und unbürokratisch ausfallen. Am 30.April soll in Kaldenkirchen mit Unterstützung der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft eine Bildungsmesse stattfinden. Eingeladen werden Unternehmen, Universitäten, Schüler, Lehrer und Eltern. Denn nur über die Jugend werde Nettetal wirklich „Fit für die Zukunft“, wie Schürmann betonte.
Christian Schürmann will es wissen
GN-REDAKTION
Nettetal. Am vergangenen Donnerstag kürten die Nettetaler Sozialdemokraten den 29-jährigen Christian Schürmann einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Zur Wahl hatte der Ortsvereinsvorstand der SPD Nettetal in die städtische Bücherei nach Breyell eingeladen.
Mit einem Fünf-Punkte-Programm will er Nettetal „fit für die Zukunft” machen. In seiner Vorstellungsrede erklärte der studierte
Wirtschaftswissenschaftler, dass ihm die Zukunft Nettetals am Herzen läge, er kenne hier alle Ecken und Winkel - und alle Seen. Außerdem habe er sich bei seinem Studium auf Wirtschaftspolitik spezialisiert. Dementsprechend sei die wirtschaftliche Lage in Nettetal eines seiner Hauptanliegen.
„Die Familie ist das Fundament der Gesellschaft, sie ist der zentrale Ort der Wertevermittlung”, betonte er. Durch Schaffung eines eigenen Jugendamtes will er die Familien unterstützen und damit die Zukunft der Kinder stärken. Bei einem Kreisjugendamt ist auch der Kreishilfeausschuss vertreten, ein eigenes Jugendamt könne bedarfsgerechter arbeiten, sonst würden sich die Stadtteile des Kreises gegenseitig ausbremsen. Seit 20 Jahren würde in Nettetal nur über ein eigenes Jugendamt geredet, ohne eine Entscheidung zu treffen, obwohl dies selbst von höherer Stelle schon lange empfohlen würde.
Zudem forderte er flächendeckend offene Ganztagsgrundschulen mit Hausaufgabenbetreuung und Mittagessen. Er will sich unter anderem für eine moderne und den Bedürfnissen der Kinder angepasste Ausstattung der Schulen einsetzen und forderte eine zweite Gesamtschule für Nettetal. Bessere Bildung bedeute zukünftig bessere Einkommen und somit auch bessere Steuereinnahmen für die Gemeinde. Familienpolitik sei auch Wirtschaftspolitik. Eine weitere Säule sei die Ökologie, Umwelt- und Naturschutz beginne vor der eigenen Haustüre. Konzepte für ökologisch vertretbaren Tourismus müssten erarbeitet werden. Auch Tourismus bedeute Wirtschaftspolitik. Energiepolitik gehört ebenso zu seinem Zukunftskonzept. „Die Sonne kostet nichts und Kohle, Öl oder Atomenergie kosten Geld, welches für Bildung und Kultur eingesetzt werden könnte”, teilte er den SPD-Mitgliedern mit. Schürmann hält ein besseres und effizienteres Energiemanagement für dringend notwendig. Eine Politik der ruhigen Hand und mit Sitzfleisch würde nicht gebraucht, Dynamik sei nötig, um Nettetal fit zu machen.
Schürmann findet es erschreckend, dass die letzte Wahlbeteiligung nur knapp über 50 Prozent betrug und hofft, durch eine Informationsveranstaltung zu jeder Säule seines Programms, die Menschen zu erreichen. Am 30. April gibt es in Kaldenkirchen als erstes eine Bildungsmesse, auf der sich Unternehmen präsentieren können. Außerdem möchte er die Wähler nochmal darauf hinweisen, dass der Bürgermeister separat gewählt werden kann, unabhängig von der präferierten Partei.
Wahlkampf online: Schürmann wirbt im Netz
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 06.05.2009
Nettetal (RP) Christian Schürmann informiert sich morgens noch immer traditionell: Im Frühstücks-Fernsehen und aus der Zeitung. Doch wenn der 29-jährige SPD-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters, im Zug auf dem Weg zu seiner Arbeit im Düsseldorfer Büro der Landtags-Abgeordneten Monika Ruff-Händelkes sitzt, geht er über sein Mobiltelefon ins Internet.
E-Mails lesen, Nachrichten versenden, schauen, was in der Welt so los ist. Für Schürmann wie für die meisten unter 30-Jährigen ganz normal. Sie sind mit dem Internet aufgewachsen, erledigen ihre Bankgeschäfte ebenso online wie sie nachschauen, wann der nächste Bus fährt. Darum nutzt Schürmann das Medium intensiv für seinen Wahlkampf.
Auf den Spuren Obamas

RP Foto: Busch
“Die Idee reifte, als ich über eine Kandidatur nachgedacht habe”, sagt Schürmann. An der Uni Duisburg-Essen, an der er seine Diplom-Arbeit fertig stellt, sprach er mit Studenten über die Strategie Barack Obamas, der wie kein Mensch vor ihm das Internet für seinen Wahlkampf einsetzte.
Bereits einen Tag nach seiner Ernennung zum Kandidaten vor knapp fünf Wochen gründete er im Online-Netzwerk StudiVZ eine nach seinem Wahl-Motto benannte Gruppe: “Nettetal gewinnt”. In dieser haben sich mittlerweile 134 Nutzer versammelt, um über Schürmanns Politik zu diskutieren. “Dort kann jeder seine Meinung zu meinem Wahlkampfes abgeben”, sagt der Leuther. Das ausführliche Wahlprogramm lesen die wenigsten - gebündelte Informationen sind das, was Wähler wollen. Sogar Video-Mitschnitte seiner Reden gibt es auf Schürmanns Internetseite. Sein Ziel: Junge Menschen über “ihr” Medium erreichen und für die Wahlen mobilisieren. “Wer in die Online-Gruppen geht, der möchte Infos bekommen”, sagt er. Diese bemüht er sich, zu geben. Und nutzt neben StudiVZ in Facebook (dem internationalen Pendant, in dem auch Frank-Walter Steinmeier für sich wirbt) und Twitter zwei weitere kostenlose Netzwerke. Bei letzterem bekommt man täglich eine Art Newsletter über das, was Schürmann gerade bewegt, auf sein Handy.
Dass er bei der Umsetzung seiner Art des Wahlkampfes älteren Genossen vor den Kopf gestoßen hat, bestreitet Schürmann gar nicht. “Aber ein Wahlkampf muss professionell geführt werden.” Dazu gehört das Internet genauso wie der Stimmzettel zur Wahl. Dennoch wird Schürmann den persönlichen Kontakt zu potentiellen Wählern weiterhin - ganz traditionell - auch in der Fußgängerzone suchen. “Auf den Straßen-Wahlkampf werde ich nicht verzichten”, kündigt er an.